Operationstechnik und vorläufige Ergebnisse

Dr. med. Quitmann | Operative Orthopädie und Traumatologie | Bilingual Edition of Orthopedics and Traumatology | ISSN 0934-6694

Zusammenfassung

Operationsziel

Portalassistierte minimal-invasive Implantation von Hüftendoprothesen ohne Hüftkopfluxation mit Erhalt der Hüftgelenkkapsel und der Außenrotatoren in Seitenlage für eine schnelle Mobilisation mit der Option der Erweiterbarkeit in einen posterioren Mini- oder klassischen posterolateralen Zugang.

Indikationen

Primäre und sekundäre Coxarthrose, Femurkopfnekrose, Schenkelhalsfraktur.

Kontraindikationen

Erhebliche anatomische Fehlstellungen des proximalen Femur, kongenitale hohe Hüftluxation, einliegendes Osteosynthesematerial am proximalen Femur, lokale und systemische Infektionen.

Operationstechnik

Seitenlage, Hautschnitt kranial des Trochanters von 6–10 cm Länge in Verlängerung der Femurachse, Inzision der Faszie des M. gluteus maximus und Spreizen der Muskelfasern, Eröffnen der Bursa am Hinterrand des M. gluteus medius, Nutzen des Intervalls zwischen der Piriformissehne dorsal und den Mm. gluteus medius und minimus ventral, Kapselinzision, Markraumeröffnung, Entfernung von Knochen am lateralen Kopf und Schenkelhals, Aufraspeln des Markraums bis zur geplanten Größe, Schenkelhalsresektion bei Belassung der Schaftraspel im Femur, Entnahme des Hüftkopfs, Präparation der Hüftpfanne durch eine Arbeitskanüle für die Bohrwelle dorsal des Femurs, Implantation der Hüftpfanne mit Inlay, Einsetzen von Probehals und -kopf, Probereposition, Überprüfung auf Beinlänge, Luxationsgefahr und Impingement, Durchleuchtung, Implantation des Originalschafts und -kopfs, Kapselverschluss, Wundverschluss nach Standard.

Weiterbehandlung

Schmerzorientierte Vollbelastung ohne Bewegungseinschränkung.

Ergebnisse

Die ersten 150 Patienten wurden zwischen Januar 2016 und Juli 2017 operiert. Eine Beinlängendifferenz von mehr als 5 mm trat nicht auf. Eine Transfusion war notwendig. Es traten zwei Subluxationen und eine Femurfraktur 4 Wochen postoperativ auf. Alle Komponenten sind fest eingewachsen bei einer durchschnittlichen Nachuntersuchungszeit von 16 Monaten.

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Quelle: Operative Orthopädie und Traumatologie