Project Description

Implantate werden oft vom Körper abgestoßen. Abhilfe könnte bald eine neuartige Beschichtung der Implantate schaffen, die das Anwachsen von Knochenzellen erleichtern soll, entwickelt von Biochemikern der Universität Leipzig.

Die Inspiration für die neue Beschichtung lieferte ihnen der Feind eines jeden Seefahrers: Die Miesmuschel. Ihre Ergebnisse haben sie nun in der Fachpublikation „Angewandte Chemie“ veröffentlicht, einem der renommiertesten Magazine der Chemie.Es gilt seit zwei Jahrzehnten als eines der besten Materialien für künstliche Hüften, Zahnimplantate, Schienbeine und Unterarmknochen: Titan. Weil es besonders korrosionsbeständig und verträglich ist, wird es für mehr als 95 Prozent aller Knochenimplantate eingesetzt. Das Problem bei dem metallenen Knochenersatz ist jedoch häufig, dass er nur schwer in die zu füllende Lücke im Körper einwächst und stattdessen abgestoßen wird. Denn die Zellen des Knochens, an den das Implantat anknüpfen soll, heften sich nur schwer an dessen Metalloberfläche.

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